Hotel Königshof München

Das Hotel Königshof in der heutigen Form wird Ende 2017/Anfang 2018 abgerissen. Es entsteht an selber Stelle der neue Königshof als Luxushotel mit dann neun statt sechs Stockwerken und circa 95 Zimmern und Suiten.

Unsere Leistungen:

Heizlast DIN EN 12831
Kühllast VDI 2078, Neue Kühllastnorm Stand 1. Juni 2015

Würdigung des Preisgerichts (Auszug)

„Der Vorschlag von Nieto Sobejano Arquitectos gibt eine äußerst eigenständige Antwort auf die Wettbewerbsaufgabe. Städtebaulich folgt das Haus der Eigenständigkeit der in der Geschichte an dieser Stelle verorteten Bauten: dem Vorherrhaus, dem Hotel Belvedere und dem heutigen Hotel Königshof. Das klare Thema ist die Betonung, vielleicht die Überbetonung von Frontalität und Axialität der zum Stachus leicht geknickten Fassade. Das präzise und scharf geschnittene Volumen wird in der Mittelachse durch eine mehrfach in Lage, Breite und Tiefe verspringende Fuge (förmlich) zerteilt. In dieser spektakulären Raumkaskade befindet sich konsequenterweise die Erschließung des Hauses mit einer vertikalen Folge unterschiedlicher Lobby-, Aufenthalts- und vor allem Ausblicksbereiche. Die Verfasser sprechen hier von einem vertikalen Platz am Stachus. Die vorgeschlagene Rolltreppe zur Lobby im dritten Obergeschoss führt leider nur nach oben und nicht – mit Blick auf die Stadt – auch nach unten zum Ausgang.

Der Einschnitt aus dem Volumen wird durch die Materialisierung der Schnittflächen in sich auflösenden, lamellenartigen Strukturen und großflächigen goldfarbenen Wandfolgen hervorragend umgesetzt. Die zunächst sehr schematisch wirkenden Fassadendarstellungen betonen letztlich die Absicht, in der Materialisierung und Umsetzung einen einheitlichen, glatten Körper ohne jedes Relief als Gegenpart zum Justizpalast und zum Kaufhof von Theo Pabst zu setzen. Die Angemessenheit der bewusst fast entkontextualisierten und äußerst skulpturalen Setzung wird kontrovers diskutiert. Zweifellos jedoch setzt sie ein überaus starkes Zeichen und der Entwurf verbreitet im inneren wie nach außen weltstädtisches Flair. Der grundsätzliche Ansatz, zum Stachus hin die Fassade zu öffnen und Gemeinschaftsflächen erlebbar zu gestalten sowie den Kontakt zwischen innen und außen herzustellen, ist ein außergewöhnliches Angebot an die Stadt.